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Die türkische Energiewirtschaft hat in den vergangen zehn Jahren eine beispiellose grüne Revolution vollzogen und nimmt bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen international eine immer wichtigere Rolle ein. Wie aus den neuesten amtlichen Statistiken des Ministeriums für Energie und natürliche Ressourcen hervorgeht, kletterte der Anteil der Solarenergie an der gesamten Stromerzeugung des Landes von bescheidenen 0,4 Prozent im Jahr 2016 auf beachtliche 11,6 Prozent im Juli dieses Jahres – was einer Vervielfachung um das 28-Fache entspricht. Im selben Dekadenzeitraum gelang es auch der Windkraft, ihren Anteil an der Stromerzeugung kontinuierlich von 5,7 Prozent auf 12,1 Prozent auszubauen. Wie das Fachportal Enerji Günlügü berichtet, skizzierte der türkische Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, diesen Wandel in eindrucksvollen Worten: „In den vergangenen zehn Jahren haben wir eine gewaltige Transformation in der nationalen Energieversorgung vollzogen. Es ist uns gelungen, den Anteil der Solarenergie an der Stromerzeugung um das 28-Fache auf 11,6 Prozent und den Anteil der Windkraft auf 12,1 Prozent zu steigern. Unsere installierte Gesamtleistung aus Sonne und Wind hat mittlerweile rund 43.000 Megawatt erreicht. Dieser Erfolg ist ein fundamentales Fundament für unser strategisches Ziel einer vollständig unabhängigen Energieversorgung der Türkei sowie für eine nachhaltige, saubere Energiezukunft.

Massiver Kapazitätsaufbau bei der installierten Gesamtleistung

Der fulminante Boom im Bereich der sauberen Energien spiegelt sich auch in der installierten Erzeugungskapazität des Landes wider. Der Anteil der Photovoltaik an der gesamten Stromkapazität kletterte von 1,1 Prozent im Jahr 2016 auf starke 21,7 Prozent im Juli 2026, was einem Zuwachs um etwa das 19-Fache entspricht. Die Windkraft konnte ihren Anteil an der installierten Gesamtleistung im identischen Zeitraum von 7,3 Prozent auf 12,1 Prozent steigern und damit ein Wachstum von rund 66 Prozent verzeichnen. Nach offiziellen Angaben des Energieministeriums summierte sich die gesamte installierte Stromkapazität der Türkei im Juli 2026 auf genau 126.476 Megawatt. Davon entfielen 27.507 Megawatt auf Solarenergie und 15.358 Megawatt auf Windkraftanlagen. Mit einer kombinierten Kapazität von 42.865 Megawatt stellen Wind und Sonne nunmehr 33,8 Prozent der gesamten Stromerzeugungskapazität des Landes bereit.

Historischer Produktionsrekord im Juli und Vorbereitung auf die COP31

Die beschleunigten Investitionen spiegeln sich in historischen Spitzenwerten bei der tatsächlichen Stromproduktion wider. Im Juli 2026 generierten die Solaranlagen im ganzen Land insgesamt 5,37 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom – der höchste jemals gemessene Monatswert in der Geschichte der türkischen Republik, nachdem bereits der Vormonat Juni mit Rekordzahlen aufgewartet hatte. Energieminister Alparslan Bayraktar kündigte an, dass diese Erfolge im Bereich der Erneuerbaren nur der Anfang seien. Im Rahmen der UN-Klimakonferenz COP31 in Antalya wird die Türkei ihre nationalen Errungenschaften präsentieren und gleichzeitig ambitionierte neue Ausbauziele für die kommenden Jahrzehnte definieren.