Die türkische Kampfsportszene erlebt einen bedeutsamen Zuwachs auf allerhöchstem Niveau, der die internationale Präsenz des Landes im MMA-Bereich spürbar stärken dürfte. Der profilierte Weltergewichtler Islam Dulatov hat sich dazu entschieden, künftig nicht mehr unter deutscher Flagge, sondern für die Türkei im Käfig der Ultimate Fighting Championship angetreten. Wie das Branchenmagazin Fight-Magazin berichtet, schlägt der am 2. August 1998 in Urus-Martan geborene Tschetschene damit ein völlig neues Kapitel seiner sportlichen Laufbahn ein. Seine Kindheit war maßgeblich von den Unruhen in seinem Herkunftsland geprägt: Wegen der schweren Kriegswirren verließ seine Familie die Heimat und kam 2007 als Geflüchtete nach Deutschland, wo der Athlet aufwuchs und seinen festen Lebensmittelpunkt fand.
Vom Düsseldorfer Kampfsportverein in die internationale Elite
Der Weg des Nachwuchstalents an die Spitze begann im Jugendalter in Nordrhein-Westfalen. Mit 14 Jahren sammelte Islam Dulatov im klassischen Boxen seine ersten Kampfsporterfahrungen, bevor er im Alter von 18 Jahren den vollständigen Schritt in den Mixed-Martial-Arts-Bereich vollzog. In Düsseldorfer Trainingseinheiten reifte der Kämpfer technisch wie physisch heran und feierte rasch erste Erfolge. Durch dominante Auftritte bei namhaften europäischen MMA-Veranstaltern erarbeitete er sich Schritt für Schritt das Fundament für den angestrebten Sprung in die Weltspitze.
Durchbruch über Dana White’s Contender Series und Erstrunden-K.o. beim Debüt
Den entscheidenden Meilenstein für den Einstieg in die Königsklasse setzte der Modellathlet auf der großen US-Bühne. Mit einer souveränen Vorstellung in der Sichtungsshow Dana White’s Contender Series erkämpfte sich Islam Dulatov seinen begehrten Profivertrag beim Weltmarktführer UFC. Im Jahr 2025 feierte er schließlich sein Debüt in der Organisation und besiegte seinen Kontrahenten Adam Fugitt vorzeitig in der ersten Runde durch technischen K.o. Parallel zum Sport etablierte sich das Multitalent in der Modewelt und wurde als Model für internationale Luxusmarken wie Versace, Gucci und Prada gebucht.
„The Ripper“ strebt unter rot-weißer Fahne nach den Top 15
Mit der Entscheidung, künftig für die Türkei an den Start zu gehen, setzt der Sportler ein klares Signal für seinen weiteren Karriereweg. Der unter dem Kampfnamen „The Ripper“ antretende Weltergewichtler blickt auf eine eindrucksvolle Serie ungeschlagener Fights zurück und gilt unter Fachleuten als einer der vielversprechendsten Anwärter auf vordere Ränge in seiner Gewichtsklasse. Für die türkischen Kampfsportfans bedeutet die Verpflichtung einen echten Zugewinn, da die Nation damit einen weiteren schlagkräftigen Vertreter in den Reihen der UFC weiß.
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