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Die Türkei steuert auf die heißeste und intensivste Wetterphase des Jahres zu. Eine aus Nordafrika und dem Nahen Osten heranziehende Hitzewelle lässt die Thermometer in den kommenden Tagen im gesamten Land drastisch nach oben klettern. Vor allem im Osten und Südosten der Türkei stellen sich Behörden und Bevölkerung auf Extremwerte von 45 Grad und mehr ein. Wie das türkische Nachrichtenportal NTV berichtet, nimmt die Hitzewelle ab dem 22. August massiv an Fahrt auf und wird am Wochenende sowie zu Beginn der neuen Woche ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. Der renommierte Meteorologe Adil Tek ordnete die bevorstehende Wetterlage im Detail ein: „Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag werden wir landesweit extrem hohe Temperaturen beobachten. Dies ist die bislang intensivste und zugleich längste Hitzewelle des Jahres 2026. Während frühere Hitzeperioden vergleichsweise kurz ausfielen, wird sich die extreme Wärme diesmal über einen deutlich längeren Zeitraum halten.

Extremwerte im Südosten und tropische Belastung an den Küsten

Besonders drastisch präsentiert sich die Lage in Südostanatolien, wo die Werte derzeit bereits bei 40 bis 42 Grad liegen und ab Samstag stellenweise auf über 45 Grad steigen. Aber auch die übrigen Landesteile bleiben von den heißen Luftmassen nicht verschont: An der östlichen Mittelmeerküste werden örtlich bis zu 40 Grad erwartet, während in der Ägäis-Region rund um Aydin 41 bis 42 Grad vorhergesagt werden. In der Hauptstadt Ankara steigen die Werte auf 33 bis 34 Grad. Für Istanbul prognostizieren Experten Grundtemperaturen von 32 bis 33 Grad, wobei in einzelnen Stadtteilen Spitzenwerte von 35 bis 36 Grad gemessen werden können. Verschärft wird die Belastung in den Küstenregionen durch eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die in der Megacity Istanbul zeitweise 60 bis 70 Prozent erreicht. Dies führt dazu, dass die gefühlte Temperatur deutlich über den gemessenen Werten liegt. Insbesondere die Nachtstunden bringen kaum Linderung, da aufgeheizte Gebäude die Wärme speichern und die feuchte Meeresluft für drückende Schwüle sorgt, was den Erholungsschlaf massiv beeinträchtigt.

Spätsommer bis in den Herbst und Ansturm auf die Strände

Ein rasches Ende der sommerlichen Hitze ist nach Einschätzung der Wetterexperten vorerst nicht in Sicht. Auch nach dem aktuellen Höhepunkt Ende August dürften die Temperaturen im September und Oktober landesweit über dem langjährigen Durchschnitt verharren, sodass sich das sommerliche Wetter in der Türkei in diesem Jahr ungewöhnlich lange halten wird. Angesichts der drückenden Hitze suchen Millionen Einheimische und Urlauber Zuflucht an den Küsten des Landes. Am Strand von Istanbul schilderte ein geplagter Badegast die Situation vor Ort stellvertretend für viele Bürger: „Es ist zu Hause inzwischen kaum noch auszuhalten, die Luft steht in den Wohnungen. Wir wollten uns einfach nur abkühlen und sind deshalb direkt an den Strand gegangen. Das Meer ist aktuell die einzige Möglichkeit, der Hitze wenigstens für ein paar Stunden zu entkommen.