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Die Vorbereitungen für einen der weltweit bedeutendsten Kulturgipfel laufen in der Türkei ab sofort auf vollen Hochtouren. Wie das Ministerium für Kultur und Tourismus offiziell mitteilte, haben die organisatorischen Weichenstellungen für die 49. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees begonnen, die im Jahr 2027 unter türkischem Vorsitz in Istanbul ausgetragen wird. Bei einer richtungsweisenden Arbeitssitzung in Ankara wies Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy alle beteiligten Stellen an, die Ausrichtung keineswegs als reine logistische Routineaufgabe zu betrachten, sondern das Event als weltweite Bühne für das reichhaltige historische Erbe des Landes zu nutzen. Wie das Fachportal Turizmgüncel berichtet, forderte Minister Mehmet Nuri Ersoy im Gespräch mit dem Präsidenten der türkischen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Ocal Oguz, die umgehende Ausarbeitung einer internationalen Kommunikationsoffensive: „Wir dürfen dieses globale Treffen nicht nur als organisatorische Pflicht sehen. Die Ausrichtung des UNESCO-Welterbekomitees 2027 in Istanbul ist eine einmalige Gelegenheit, das kulturelle Erbe der Türkei und unsere Fortschritte im Denkmalschutz der gesamten Welt zu präsentieren. Wir werden eine umfassende Medienstrategie aufbauen, um die Einzigartigkeit der anatolischen Kulturstätten nachhaltig im Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu verankern.

Profi-Agentur TGA übernimmt Regie und bindet globale Medien ein

Um eine lückenlose Umsetzung und maximale Professionalität bei der Betreuung der internationalen Delegationen zu garantieren, zieht das Ministerium die staatliche Tourismusförderungsagentur TGA (Türkiye Tourism Promotion and Development Agency) hinzu. Minister Mehmet Nuri Ersoy stellte klar, dass die technische Infrastruktur, hochleistungsfähige Internetanbindungen sowie sämtliche ablauftechnischen Details von spezialisierten Profi-Teams koordiniert werden müssen. Das erklärte Ziel besteht darin, alle strengen Vorgaben des UNESCO-Welterbezentrums in Paris frühzeitig zu erfüllen. Ein zentraler Pfeiler der Strategie ist zudem die gezielte Einbindung der internationalen Presse. Das weltweite Medieninteresse im Vorfeld und während des Gipfels soll durch maßgeschneiderte Kampagnen genutzt werden, um die archäologischen Errungenschaften und touristischen Highlights der Türkei global in Szene zu setzen.

Umfassender Masterplan mit Kulturprogramm, Sonderpublikationen und Infrastruktur-Check

Zur reibungslosen Abwicklung des Großereignisses wird ein breites Organisationsbündnis geformt, das neben Fachministerien auch die Istanbuler Stadtverwaltung und das Gouverneursamt umfasst. Das Rahmenprogramm beschränkt sich dabei nicht nur auf die hochrangigen Beratungen der Hauptversammlung: Geplant sind Fachforen für Nachwuchskräfte im Bereich des Kulturgüterschutzes sowie hochkarätige Opern- und Ballettaufführungen für die angereisten Diplomaten. Ein besonderes Highlight stellt die geplante Publizierung dar: Die Türkei wird eine spezielle Sonderausgabe des renommierten internationalen Magazins „World Heritage“ verlegen sowie eine neu gestaltete Weltkulturerbe-Karte herausgeben, auf der die türkischen Stätten prominent hervorgehoben werden. Diese Materialien erscheinen dreisprachig auf Englisch, Französisch und Türkisch. Parallel dazu wird die kritische Infrastruktur auf Herz und Nieren geprüft. Die Vorbereitungsteams stellen sicher, dass Sicherheitskonzepte, Abfallentsorgung, Notfallmedizin und die vollständige Barrierefreiheit nach den strengen Richtlinien der UNESCO umgesetzt werden. Die finale Entscheidung über das gewählte Kongresszentrum in Istanbul steht kurz bevor, wobei die Metropole laut Ministerium bestens gerüstet ist, um die Tausenden internationalen Gäste adäquat zu empfangen.