Die türkische Mittelmeer-Metropole Antalya blickt auf eine herausfordernde Zwischenbilanz in der aktuellen Reisesaison zurück. Wie die offiziellen Erhebungen der Nachrichtenagentur DHA belegen, verzeichnete die Urlaubsregion im Zeitraum von Januar bis September 2026 insgesamt 12,48 Millionen ausländische Besucher. Dies entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind spürbare Rückgänge in den europäischen Kernmärkten. Branchenkenner betonten mit Blick auf die statistischen Daten die besonderen Einbußen in Westeuropa: „Unter den zehn wichtigsten Herkunftsländern verzeichneten Deutschland und Großbritannien die größten Besucherrückgänge. Zusammen kamen rund 324.000 Gäste weniger an die Türkische Riviera als im Vorjahreszeitraum.“ Trotz dieses landesweiten Trends verteidigte Russland unangefochten seine Spitzenposition als wichtigster Quellmarkt: Mit 3.326.769 Besuchern und einem leichten Zuwachs von 0,6 Prozent reisten die meisten Feriengäste aus der Russischen Föderation an.

Deutliche Einbußen in den westeuropäischen Top-10-Märkten
Auf dem zweiten Rang der wichtigsten Herkunftsländer folgt Deutschland mit 2.532.988 Besuchern, was einem Minus von 6,2 Prozent entspricht. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei den Urlauberzahlen aus Großbritannien auf Platz drei aus: Hier schrumpfte das Aufkommen um 11,9 Prozent auf 1.139.005 Gäste. Auch der viertplatzierte Markt Polen büßte mit 1.051.168 Besuchern leicht ein (-5,1 Prozent). Dagegen verbuchte die Ukraine auf dem fünften Rang einen positiven Trend und verzeichnete mit 385.317 Gästen ein Plus von 5,8 Prozent. Die weiteren Plätze der Top-Zehn belegen die Niederlande mit 362.283 Besuchern (-6,7 Prozent), Kasachstan mit 340.795 Besuchern (-2,7 Prozent), Rumänien mit 332.235 Besuchern (-16,1 Prozent), Tschechien mit 244.354 Besuchern (-8,3 Prozent) sowie die Slowakei mit 170.533 Besuchern (-11,8 Prozent).

Detaillierte Übersicht der Ränge 11 bis 25 zeigt einzelne Gewinner
Auch im mittleren Segment des Herkunftsrankings dominierten negative Vorzeichen aus dem europäischen Raum. Auf den Plätzen elf bis fünfzehn rangieren Litauen mit 168.688 Besuchern (-11,9 Prozent), Dänemark mit 160.888 Besuchern (-4,9 Prozent), Österreich mit 148.772 Besuchern (-10,7 Prozent), Belgien mit 147.615 Besuchern (-9,3 Prozent) und Belarus mit 143.726 Besuchern (-8,3 Prozent). Im weiteren Feld verzeichneten Frankreich auf Rang 18 mit 126.379 Besuchern (-17,6 Prozent), Schweden auf Platz 19 mit 121.649 Besuchern (-12,1 Prozent) sowie die Schweiz auf Rang 20 mit 110.330 Besuchern (-11,0 Prozent) zweistellige Rückgänge. Den stärksten Einbruch im gesamten Ranking erlitt die Moldau auf Platz 17 mit 128.329 Besuchern, was einem Minus von 23,7 Prozent entspricht. Zudem belegten Norwegen mit 92.140 Besuchern (-10,7 Prozent), Lettland mit 66.184 Besuchern (-5,6 Prozent), Aserbaidschan mit 64.666 Besuchern (-1,1 Prozent) und Estland mit 62.899 Besuchern (-6,2 Prozent) die Ränge 21 bis 24. Beachtliche Zuwächse erzielten hingegen Ungarn auf Platz 16 mit 137.454 Besuchern (+12,8 Prozent) sowie Usbekistan auf Platz 25, das mit 61.511 Besuchern einen Zuwachs von exakt 49,3 Prozent verbuchte.
