Es ist das abrupte Ende einer unvergleichlichen TV-Ära, das die türkische Fernsehlandschaft und Millionen Zuschauer tief erschüttert. Die berühmte Krimiserie „Arka Sokaklar“ wird nach 20 Jahren nicht mehr fortgesetzt. Wie der langjährige Drehbuchautor Ozan Yurdakul am Wochenende auf seinen Social-Media-Kanälen bekannt gab, haben die Produktionsfirma D Media und der ausstrahlende Privatsender Kanal D gemeinsam beschlossen, das Erfolgsformat in der kommenden Saison nicht mehr ins Programm aufzunehmen. Wie die Tageszeitung Hürriyet berichtet, endet damit eine der langlebigsten und erfolgreichsten Serien der türkischen TV-Geschichte völlig überraschend und ohne ein von langer Hand vorbereitetes Finale. Das von dem verstorbenen Altmeister Türker Inanoglu im Jahr 2006 ins Leben gerufene Projekt entwickelte sich augenblicklich zum absoluten Quoten-Dauerbrenner. Nach 20 Staffeln und exakt 751 ausgestrahlten Episoden zieht der Sender nun den endgültigen Schlussstrich.
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Fehlender Abschied sorgt für tiefe Enttäuschung beim Produktionsteam
Im Zuge der Bekanntgabe blickte Ozan Yurdakul auf die wechselvolle Geschichte des Dauerbrenners zurück. Die Serie wurde von 2006 bis 2022 von Erler Film produziert, ehe D Media in den verbleibenden drei Spielzeiten die Verantwortung übernahm. In der entscheidenden Phase, in der üblicherweise die Verträge für eine Verlängerung verhandelt werden, sei die Zukunft des Formats plötzlich ins Wanken geraten. Nach einer eingehenden Bewertung der aktuellen Rahmenbedingungen zogen die Verantwortlichen schließlich die Reißleine. Der Drehbuchautor machte kein Hehl aus seiner Enttäuschung über dieses abrupte Ende und schilderte die emotionale Lage des Ensembles unmissverständlich: „Arka Sokaklar hätte sich zweifellos gebührend von seinem Publikum verabschieden müssen; leider war das nicht möglich. Darüber sind wir natürlich traurig. Dennoch sind wir stolz darauf, dieses Abenteuer 751 Wochen lang am Leben gehalten zu haben.“
Dank an Millionen Fans und Abschied mit melancholischem Zitat
In seinen Abschiedsworten richtete der Autor noch einmal den Blick auf die enormen Leistungen aller Beteiligten über zwei Jahrzehnte hinweg. Ozan Yurdakul dankte dem gesamten Schauspielensemble vor sowie der Crew hinter der Kamera und sprach den treuen Zuschauern seinen tiefsten Dank aus, die das Polizeirevier von Istanbul über 20 Jahre hinweg wöchentlich verfolgten. Mit einer emotionalen Anspielung auf den ikonischen Soundtrack des Formats beendete er sein Statement stellvertretend für die gesamte Belegschaft: „Wir haben gelebt und gesehen, dass tatsächlich jetzt alles ganz anders ist.“ Für die treue Anhängerschaft geht damit ein festes wöchentliches Ritual im Abendprogramm endgültig zu Ende.
