Glut-Welle an der Riviera: Urlauber flüchten ins 29 Grad warme Mittelmeer
Die beliebte türkische Urlaubsmetropole steht aktuell im Bann extremer Wetter- und Umweltbedingungen, die sowohl für Begeisterung als auch für Besorgnis sorgen. An der türkischen Mittelmeerküste haben extreme Wassertemperaturen zu einem ungewöhnlichen Naturschauspiel geführt. Am weltberühmten Kleopatra-Strand in Alanya glich sich die Temperatur des Meerwassers nahezu der Lufttemperatur an, was Massen von Urlaubern anlockte. Wie die lokale Presseagentur DHA meldet, zeigte das Thermometer 33 Grad Celsius an, während sich das Wasser der Bucht auf außergewöhnliche 29 Grad erwärmte. Diese minimale Differenz von nur vier Grad sorgte für einen historischen Andrang an der Küste. Einheimische wie ausländische Gäste suchten in Scharen Abkühlung, doch das Meer bot selbst kaum noch Erfrischung.
Rekordnachfrage bei Bootstouren wegen brütender Hitze
Angesichts der brütenden Mittagshitze verlagerten viele Besucher ihre Aktivitäten auf das Wasser, um der stehenden Luft an Land zu entkommen. Vor die Küste Alanyas verzeichneten die Anbieter von Bootstouren eine Rekordnachfrage. Auf den Decks der Ausflugsschiffe drängten sich die Gäste, um zumindest durch den Fahrtwind Linderung zu erfahren, während immer wieder Passagiere in das kristallklare, aber ungewöhnlich temperierte Wasser sprangen, um sich kurz abzukühlen. Auch die Strandpromenade blieb vom Besucheransturm nicht unberührt. Fußgänger nutzten die Gelegenheit für ausgedehnte Spaziergänge und hielten die Kulisse mit ihren Smartphones fest, wodurch die örtlichen Gastronomie- und Tourismusbetriebe spürbar von der hohen Frequenz profitierten. Der Urlauber Bahti Kurtay, der sich bereits seit fast zwei Monaten in der Region aufhält, zeigte sich restlos begeistert von den Bedingungen vor Ort: „Ich war schon in früheren Jahren in Alanya. Der Kleopatra-Strand hat mich durch seine Bekanntheit gereizt. Ich kann jedem nur raten, herzukommen.“

Flammen nahe Wohngebiet: Feuerwehr verhindert Katastrophe
Abseits der Küstenabschnitte zeigte die extreme Hitzeperiode jedoch auch ihre gefährliche Kehrseite. Im Bezirk Döşemealtı in der türkischen Urlaubsmetropole Antalya ist ein Flächenbrand ausgebrochen. Das Feuer begann auf einem abgeernteten Feld und griff aufgrund des starken Windes rasch auf das umliegende Buschland über. Die Flammen breiteten sich in Richtung eines Wohngebiets mit Villen aus und bedrohten die dortige Infrastruktur massiv. Die Rettungskräfte reagierten mit einem Großeinsatz. Einsatzkräfte rückten mit einem Hubschrauber sowie fünf Löschfahrzeugen an und konnten den Brand rechtzeitig unter Kontrolle bringen, bevor er die Wohnhäuser erreichte. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen glücklicherweise niemand. Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar und wird von den Behörden untersucht.
Antalyas Wahrzeichen verfällt: Brunnen am Platz der Republik ausgetrocknet
Neben den klimatischen Ereignissen sorgt derzeit der Zustand eines der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte im Stadtzentrum für heftige Diskussionen. Der einst beliebte Springbrunnen auf dem Cumhuriyet-Platz im Zentrum von Antalya bietet derzeit ein trauriges Bild. Wo früher spektakuläre Wasserfontänen, Musik und Lichteffekte Einheimische und Touristen gleichermaßen anzogen, herrscht heute absoluter Stillstand, denn das Becken ist komplett ausgetrocknet und stark verschmutzt. Besonders Geschäftsleute in der Umgebung kritisieren den Zustand des Brunnens scharf. Sie fordern eine schnelle Instandsetzung und die Wiederinbetriebnahme der Anlage, da ein solches Erscheinungsbild schlichtweg nicht zu einer internationalen Tourismusmetropole passe. Für zusätzliche Verwunderung sorgt zudem das Verschwinden der markanten Metall-Vogelskulpturen des bekannten Keramikkünstlers Tufan Dagistanli, die den Brunnen einst schmückten, jedoch offenbar ohne Ersatz entfernt wurden.
